Was das Thema der Bezüge der Musikkultur Ostmittel- und Osteuropas zum deutschsprachigen Raum betrifft, sind in der musikhistorischen Forschung nach wie vor noch erhebliche Defizite zu verzeichnen. Insbesondere mangelt es an der Aufarbeitung der diesbezüglichen historischen Quellen. Entsprechende Phänomene in der Musikpraxis von Hof und Adel, in der spätbürgerlichen Musikkultur oder in der Kirchenmusik fanden kaum eine fundierte Beachtung. Zwar liegt aus dem deutschen Sprachraum diesbezüglich ein diskursiv vielschichtiges Schrifttum vor, letztendlich jedoch dominiert hier weitgehend entweder die „eigennationale Inselsicht“ oder, was vor allem spätere Forschungen betrifft, bei fortschreitender Überwindung nationaler Perspektive die Beschränkung auf einen relativ kleinen Quellenfundus. Die sich aus der Öffnung Ostmittel- und Osteuropas nach der politischen „Wende“ ergebende Chance, beides durch internationale bzw. interkulturelle Kommunikation und Kooperation zu überwinden, scheint zur Zeit, nicht zuletzt durch die Tendenz der in der westlichen Hemisphäre propagierten „cultural studies“, sich bei „postmoderner“ Verdammung des Postulats breiter positiver Fundierung von historischer Forschung auf die Selbstreferentialität von Wissenschaft (als einer Wissenschaft von wissenschaftlichen Diskursen) und die Utopie eines interdisziplinären Universalismus zu konzentrieren, nicht hinreichend genutzt. Hinzu kommt, dass – trotz des Bemühens gerade neuerer und neuester Wissenschaftstheoreme um alternative Perspektiven auf allen Ebenen – in der westeuropäischen oder angloamerikanischen Forschung noch immer die Gepflogenheit vorherrscht, dem mittel- und osteuropäischen Raum eine Randposition zuzuweisen.
Das Portal „Musikinstitutionen in Mittel- und Osteuropa“, das sich als Forschungsbeitrag zur „Institution Konzert“ kennzeichnen lässt, entsteht in Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus Mittel- und Osteuropa.
Es liegt im vordringlichen Interesse des Portals, die internationale Vernetzung auf solchen Gebieten zu fördern, die separierten Forschungsbestrebungen bislang – etwa aus Gründen der Standortferne oder eingeschränkter sprachlicher Kompetenz – nicht ohne Weiteres zugänglich waren. Es wird dabei ein Segment der Musikkultur anvisiert, das bis auf den heutigen Tag als das Herzstück der bürgerlichen musikalischen Hochkultur gilt, denn nirgends sonst hat sich ein so hohes künstlerisches Anspruchsniveau artikuliert wie in den Musikgesellschaften, Konzert- oder Oratorienvereinen.
Zentrales Ziel ist es, die Musikgesellschaften, Konzert- und Oratorienvereine Mittel- und Osteuropas in der Dynamik ihrer geschichtlichen Entwicklung transparent zu machen und die Informationen, die für ihre Konstitution, ihre Idee, ihre Regeln und Normen, ihre Ziele, ihr Handeln und Wirken, ihren Personalbestand sowie ihren materiellen Apparat relevant sind, abzubilden und in einer für quantitative Analysen geeigneten Form – durch verschlagwortende Abstraktion, Verweisung bzw. Synonymzusammenführung innerhalb eines systematisch-kategorialen Rasters – zu erschließen.
Wenn Sie die bezüglich einzelner Institutionen im System vorhandenen Daten einsehen wollen, klicken Sie auf
Wenn sie die der Erschließung zugrundeliegenden Normdaten einsehen wollten, klicken Sie auf
Wählen Sie dann in der Leiste links die entsprechende Normdatei aus.
Wenn Sie in der Normdatei „Orte“ einen unterstrichenen Ortsnamen anklicken, wird die geographische Lage des Ortes in Kartenansichten angezeigt.
Das Portal bietet derzeit zwei Recherchemöglichkeiten:
Um im System zu recherchieren, gehen Sie wie folgt vor (jeweils die genannten Links bzw. Schaltflächen anklicken!):
Die Ergebnisse der facettierten Suche können auf doppelte Weise visualisiert werden:
Visualisiert wird die geographische Lage und die Dichte (durch die Größe der Markierungspunkte) der gefundenen Institutionen. Falls die Treffermarkierungen die Einsicht in die Karte behindern, kann die Größe der Markierungen mittels des Reglers „City Radius“ reduziert werden.
Visualisiert wird die Existenzdauer der gefundenen Institutionen in einer Timeline-Ansicht.
Für die Visualisierung muss auf Ihrem Rechner die Software „Adobe Flash Player“ installiert sein. Diese Software arbeitet mit dem Internetbrowser (z.B. Firefox oder Internet Explorer) zusammen. Wenn Sie im Internet sowohl Firefox als auch den Internet Explorer nutzen, muss jeweils eine Version für den entsprechenden Browser installiert werden.
Die Visualisierungen erreichen Sie wie folgt (jeweils die genannten Links bzw. Buttons anklicken!):
Im obersten Feld geben Sie den Namen der Institution ein.
Die Richtlinien für Inhalt und Form Ihrer Eingabe sind in einem Hilfetext erläutert.
Diesen Hilfetext rufen Sie auf, indem Sie auf die kleine Blase mit dem Fragezeichen klicken.
In jeder Kategorie können Sie einen Hilfetext aufrufen. Dieser gibt Ihnen Auskunft über Form und Inhalt der jeweiligen Kategorieeinträge.
Um den Hilfetext aufzurufen, klicken Sie auf das Hilfesymbol (Blase mit Fragezeichen).
Der entsprechende Text öffnet sich in einem neuen Fenster.
Es empfiehlt sich dringend, vor den ersten Eingaben alle Hilfetexte aufzurufen und die dort niedergelegten
Richtlinien zur Kenntnis zu nehmen.
Mittels der Schaltfläche rechts neben dem Feld "Name" können Sie den Sortiernamen der Institution festlegen.
Bei Füllung des Felds "Name" wird der Eintrag automatisch in diesem Feld gespiegelt und kann so schneller bearbeitet werden.
Über Funktion und Form des Sortiernamens gibt Ihnen der Hilfetext Auskunft (Blase mit Fragezeichen).
Um eine synonyme Namensform einzutragen, klicken Sie auf das Plus-Symbol neben "Synonyme".
Damit öffnet sich ein weiteres Eingabefeld.
Um weitere Synonyme hinzuzufügen, klicken Sie erneut auf das Symbol Plus.
Grundsätzlich gilt: In jedes Eingabefeld gehört nur eine Deskriptionseinheit. Natürlich ist es möglich, weitere Deskriptionseinheiten zu vergeben. Dieses muss aber stets mittels der Funktion "Hinzufügen" (Plus-Symbol) erfolgen. Bitte füllen Sie die Eingabefelder nicht mit Begriffsketten!
Um ein Synonymfeld zu entfernen, klicken Sie auf das Mülleimer-Symbol.
Nach dem Speichern erscheint eine Vorschau der eingegebenen Daten.
Mit Klicken auf "Abbrechen" werden die Daten verworfen, und Sie gelangen zu der Liste der bereits vorhandenen Institutionen zurück.
Durch Klicken auf "Korrigieren" können Sie Ihre Eingaben ändern.
Mit dem Klick auf "Bestätigen" werden die angezeigten Daten gespeichert, und Sie werden zur Ansicht der weiteren Erschließungskategorien des Datensatzes geleitet.
Nachdem Sie einen neuen Institutionsdatensatz angelegt haben, können Sie die weiteren Erschließungskategorien bearbeiten.
Selbstverständlich brauchen Sie nur die Kategorien zu füllen, für die Sie Informationen besitzen.
D.h.: Kategorien können auch leer bleiben.
Sie erreichen die Kategorienauswahl entweder automatisch mit dem Anlegen einer neuen Institution, oder
durch das Anklicken einer bereits eingetragenen Institution.
Sie können die Kategorien auch über die Kategorienübersicht im linken Bereich der Seite auswählen.
Um die betreffende Kategorie zu bearbeiten, klicken Sie auf das Plus-Symbol an der rechten Seite des jeweiligen Fensters.
In einigen Kategorien können Sie durch das Klicken auf das Plus-Symbol den entsprechenden Erschließungskomplex mehrfach füllen.
Die meisten Eingabefelder sind mit einer Normdatei verbunden.
In dieser Normdatei sind standardisierte Beschreibungsbegriffe gespeichert.
Grundsätzlich gilt: Nutzen Sie nach Möglichkeit die dort bereits vorhandenen Einträge zur Erschließung.
Wenn sich kein passender Begriff findet, können Sie die Normdateien ergänzen (siehe Anlegen eines Normeintrages).
Sie können in den Feldern nach bereits vorhandenen Normeinträgen suchen, indem Sie den Suchbegriff, oder Bestandteile des Suchbegriffs eingeben.
Eine Differenzierung nach Groß- oder Kleinschreibung ist irrelevant.
Die kursiv gesetzten Einträge in der Auswahlliste sind Synonyme.
Wenn Sie eines dieser Synonyme zur Übernahme in den Datensatz auswählen, wird automatisch die dazugehörige Ansetzungsform
(standardisierte Form) angezeigt.
Finden Sie in der angezeigten Trefferliste den gesuchten Eintrag, können Sie ihn durch Anklicken in den Datensatz übernehmen.
Über Inhalt und Form von Einträgen gibt Ihnen der jeweilige Hilfetext Auskunft (Blase mit Fragezeichen).
Über die Inhalte aller Normdateien können Sie sich auch auf folgendem Wege einen Überblick verschaffen:
Klicken Sie auf das Funktionsfeld "Normdateien". Wählen Sie danach in der darunterliegenden Menüleiste die Normdatei aus, die Sie
einsehen wollen.
Nachdem der Sitzort ausgewählt oder neu angelegt wurde, können Sie in den folgenden Feldern den Zeitraum der Gültigkeit des
Sitzorts mit der jeweiligen Qualifizierung der Datierung festlegen.
Über die Form der Einträge gibt Ihnen der jeweilige Hilfetext Auskunft (Blase mit Fragezeichen).
In jeder Kategorie haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche Informationen in freier Form in das Kommentarfeld einzugeben.
Der Kommentartext soll sich ausschließlich auf die jeweilige Kategorie beziehen.
Nachdem Sie die Kategorie bearbeitet haben, klicken Sie auf "Speichern".
Falls Sie die Eingaben verwerfen wollen, klicken Sie auf "Abbrechen".
Sollte Ihre Suche im jeweiligen Eingabefeld ergeben haben, dass kein passender Normeintrag vorhanden ist, müssen Sie einen neuen Normeintrag anlegen.
Klicken Sie dafür auf das Dokumenten-Symbol rechts neben dem Eingabefeld.
Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem der neue Normeintrag erfolgen kann.
Bitte beachten Sie genau die Richtlinien zur Form des Eintrages, die Sie durch Anklicken des Hilfe-Symbols (Blase mit Fragezeichen)
aufrufen können.